C1 German Reading: Affordable Housing in Growing Cities
Read and evaluate a complex German policy text about housing shortages and urban development.
Explanation
Read first, then practiseBezahlbarer Wohnraum: mehr bauen allein reicht nicht
In wachsenden Städten wird die Forderung nach mehr Wohnungsbau oft als naheliegende Antwort auf steigende Mieten präsentiert. Zusätzliche Wohnungen sind zweifellos notwendig, doch die Zahl der Neubauten allein sagt wenig darüber aus, wer sie sich leisten kann. Werden überwiegend hochpreisige Wohnungen errichtet, entspannt sich der Markt für Haushalte mit geringen Einkommen nur indirekt und häufig erst nach Jahren.
Die Stadtplanerin Nele Brandt empfiehlt daher eine Kombination verschiedener Instrumente. Kommunale Grundstücke sollten bevorzugt im Erbbaurecht vergeben werden, damit die öffentliche Hand langfristig Einfluss behält. Bauvorschriften könnten vereinfacht werden, ohne Standards für Sicherheit und Energieeffizienz aufzugeben. Gleichzeitig warnt Brandt davor, bestehende Grünflächen vorschnell zu bebauen. Eine dichtere Nutzung bereits erschlossener Flächen sowie der Umbau leer stehender Bürogebäude seien oft nachhaltiger. Entscheidend sei, Maßnahmen nicht isoliert, sondern als Teil einer langfristigen Boden-, Verkehrs- und Sozialpolitik zu betrachten.
Exercise 1
Complete questions 1–5.
The text presents new construction as completely unnecessary.
The number of new homes alone reveals whether they are affordable.
Expensive new housing may benefit low-income households only indirectly.
Brandt recommends using several policy instruments together.
She wants municipalities to sell all public land permanently.
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